Fr. 8.11.2019, 20 Uhr: „Hannah Arendt – Die Pflicht zum Ungehorsam“ von Ada Ushpiz 2015

Hannah Arendt ist eine der großen Außenseiterinnen des 20. Jahrhunderts und eine der schärfsten Beobachterinnen ihrer Epoche. Hannah Arendts Themen sind von bleibender Aktualität: die Ur­sprünge politischer Gewalt, die Unbegreiflich­keit des Bösen, die Menschenrechte von politisch Verfolgten und Flüchtlingen, der Sinn der Arbeit. Arendt wieder zu hören, heißt nicht bloß, ihren Ideen zu folgen, sondern viel­mehr auch ihrem Ideal, dem beherzten Denken ohne Vorurteile. Das heißt, sich mit der Welt, in der wir leben, aktiv auseinander­zusetzen und um die Sache zu streiten.
Der 90-minütige Dokumentarfilm „Hannah Arendt – Die Pflicht zum Ungehorsam“ der Filmemacherin Ada Ushpiz zeichnet zwar auch ein klassisches Porträt, doch dabei schlägt er immer wieder überraschende Brücken zu gegenwärtigen Brennpunkten und Krisenherden auf der ganzen Welt. Das hätte prätentiös wirken können. Eine erstaunliche Vielstimmigkeit bewahrt den Film jedoch davor, in einer intellektuellen Trockenübung zu erstarren.
Originell ist ihr Film, weil er Arendts Denken entstaubt und in gegenwärtige politische Kontexte einrückt. Das macht die Qualität dieses nuancierten dokumentarischen Essays aus.
Galerie Pixxl, Brennerstraße 21 70182 Stuttgart-Bohnenviertel.
Eine Veranstaltung im Rahmen der 7.Theatertage im Bohnen- und Leonhardsviertel.

Eintritt frei.

Bitte die Programmänderung gegenüber dem Flyer der 7. Theatertage beachten!

Reservierung und Programmvorschau:

http://www.supersaas.de/schedule/Pixxl-Kino/Termine